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Donnerstag
07.05.2026

Digital

Ruoss hat als Experte mitgearbeitet (zVg)

Ruoss hat als Experte mitgearbeitet (zVg)

Der Verlegerverband (VSM) hat am Donnerstag einen KI-Kodex lanciert.

Der Klein Report hat bei Sven Ruoss, der als KI-Experte das Projekt «KI-Kodex der Schweizer Medienbranche» begleitet hat, nachgefragt, in welchen Punkten es sich von der Konvention des Europarats zur Künstlichen Intelligenz unterscheide?

Sven Ruoss: «Der KI-Kodex der Schweizer Medienbranche orientiert sich an der Konvention des Europarats zu Künstlicher Intelligenz, welche der Bundesrat ratifizieren will. Die für die Medienbranche zentralen Punkte der Konvention des Europarats werden durch den KI-Kodex abgedeckt.»

Der KI-Kodex sei «als lebendiges Dokument konzipiert». Wie muss man sich das in der Praxis vorstellen?

Sven Ruoss: «Der KI-Kodex ist bewusst als lebendiges Dokument konzipiert. Der KI-Kodex sieht explizit periodische Überprüfungen vor, und bei veränderten rechtlichen, technologischen oder gesellschaftlichen Rahmenbedingungen können ausserordentliche Anpassungen jederzeit vorgenommen werden. Diese Flexibilität ist die Stärke des KI-Kodex.»

Wie gut sind aus Ihrer Sicht die Journalistinnen und Journalisten in den Schweizer Medienhäuser bezüglich KI geschult?

Sven Ruoss: «Soweit ich das beobachte, schulen viele Medienunternehmen in der Schweiz die Mitarbeitenden bezüglich Künstlicher Intelligenz intensiv. Es liegt im Interesse jedes Medienunternehmens, dass die Mitarbeitenden die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz verstehen und sie Künstliche Intelligenz im publizistischen Prozess sinnvoll und sinnstiftend einsetzen können.»

Was könnte man aus Ihrer Sicht verbessern diesbezüglich?

Sven Ruoss: «Das Tempo der Entwicklung im Bereich von Künstlicher Intelligenz ist unglaublich hoch und wird auch die Medienbranche in den nächsten Jahren stark prägen. Darum kann man sich aus meiner Sicht nicht zu viel mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen.»