Der Fall um den ehemaligen Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer sorgt für die nächste Irritation: Ein Interview, das am Mittwoch auf mehreren Ostschweizer Online-Portalen – darunter «Rheintal24», «St. Gallen24», «Linth24» und «Der Leader» – erschien, wurde kurz darauf wieder gelöscht.
Auslöser war eine Intervention von Esther Girsberger, die Fischers Referate managt und mit der vorzeitigen Publikation offenbar nicht einverstanden war.
Natal Schnetzer, Chefredaktor und Verlagsleiter von «Rheintal24», «St. Gallen24» und «Der Leader», liefert dem Klein Report am Mittwochabend die Erklärung. Das Interview stammte von den Veranstaltern des Unternehmertags Liechtenstein, wo Fischer am 30. Juni als Redner auftritt.
Das Gespräch war für das Veranstaltungs-Magazin gedacht, ein Vorabdruck im Rahmen einer Medienpartnerschaft sei «gang und gäbe» gewesen – für Schnetzer ein «absoluter Glückstreffer», so der Journalist zum Klein Report.
Inhaltlich blickt Fischer im Gespräch auf die Zeit nach seiner Entlassung zurück, die er als «tiefen Einschnitt» bezeichnet. Auslöser war die Affäre um ein gefälschtes Covid-Zertifikat vor den Olympischen Spielen 2022 in Peking, die in einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung mündete.
Heute setzt Fischer auf Neuanfang – auch als Redner. Das verschwundene Interview zeigt jedoch: Seine Vergangenheit bleibt ein sensibles Thema. Und Esther Girsberger kommt gelegentlich einen Schritt zu spät.
Girsberger ist nicht nur SRG-Ombudsfrau (Deutschschweiz). Sie berät auch den entlassenen Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer.




