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Mittwoch
06.05.2026

TV / Radio

Nach Konzessionsverlust will Gassmann Media mit «TeleBielingue 2.0» neu beginnen: 41 von 55 Mitarbeitenden verlieren Job... (Bild: zVg)

Nach Konzessionsverlust will Gassmann Media mit «TeleBielingue 2.0» neu beginnen: 41 von 55 Mitarbeitenden verlieren Job... (Bild: zVg)

Der Haussegen bei dem bald konzessionslosen Sender TeleBielingue hängt so ziemlich windschief: In strömendem Regen haben Mitarbeitende am Mittwoch für die Ausarbeitung eines Sozialplans demonstriert. 

Dabei wurde dem CEO von Gassmann Media, Christian Bärenfaller, eine Petition der betroffenen Mitarbeitenden überreicht.

41 von rund 55 Mitarbeitenden werden ihre Stelle verlieren, wie der Klein Report berichtete. Dies nach dem Verlust der TV-Konzession an den Newcomer Canal B.

«Trotz dieser gravierenden Einschnitte verweigert Gassmann Media bislang die Aufnahme von Sozialplanverhandlungen und argumentiert, dass ein solcher wirtschaftlich nicht realisierbar sei», schreibt die Gewerkschaft Syndicom zu der Protestaktion vor dem Gassmann-Sitz in Biel.

Per Petition fordern die Mitarbeitenden unter anderem finanzielle Abfederung, Zeit für die berufliche Neuorientierung und konkrete Unterstützung bei der Stellensuche und Weiterbildung.

Gassmann will TeleBielingue in einem neuen konzessionslosen Format weiterführen. Bis zu 17 Angestellte sollen weiterhin beschäftigt werden.

Diese Pläne begrüsste die Gewerkschaft zwar, kritisierte zugleich aber die Art der Kommunikation. Die Stellen für «TeleBielingue 2.0» seien nicht ausgeschrieben worden, sondern einzelne Angestellte seien persönlich angesprochen worden. 

«Dieses intransparente Vorgehen hat in der Redaktion grosse Verunsicherung ausgelöst und ein starkes Gefühl der Ungleichbehandlung erzeugt. Besonders problematisch ist, dass diese Sondierungsgespräche parallel zu den Kündigungsgesprächen stattfanden», so die Kritik von Syndicom.