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Mittwoch
06.05.2026

TV / Radio

Überbrücken die meteorologische Sendepause: Philippe Gerber (l.) und Marco Thomann gönnen Gaudenz Flury die Erleichterung... (Bild: Screenshot)

Überbrücken die meteorologische Sendepause: Philippe Gerber (l.) und Marco Thomann gönnen Gaudenz Flury die Erleichterung... (Bild: Screenshot)

Es gibt Momente im Leben, da gerät selbst die stabilste Wetterlage durcheinander. 

Am Mittwochmorgen, 6.40 Uhr, SRF3: Alles ist bereit für die grosse Prognose. Die Moderatoren wortgewandt, die Schweiz gespannt, das Biskaya-Tief im Anflug – allein: Gaudenz Flury fehlt.

Statt sonorer Meteorologenstimme: eine stoische Wetterkarte. Isobaren ohne Interpretation. Wolken ohne Worte. Ein stummes Tief.

Die Moderatoren Philippe Gerber und Marco Thomann improvisieren, hangeln sich von Hoch zu Tief, während sich draussen die Nation fragt: Wo ist Gaudenz? Hat ihn ein Jetstream verweht? Ist er im Föhn kollabiert? Oder bereits so sehr in seine neue Rolle als künftiger Wetterchef hineingewachsen, dass er sich selbst prognostiziert hat – und einfach nicht mehr erschienen ist?

Die Auflösung ist trivial. Menschlich trivial. Wie aus verlässlichen Quellen zu hören ist, sass Flury just in jenem Moment auf dem stillen Örtchen. Das Biskaya-Tief zog an ihm vorbei, während er – quasi – mit eigenen Druckverhältnissen beschäftigt war.

Der langen Rede kurzer Sinn: Nicht jedes Tief kündigt sich rechtzeitig an.

Immerhin: Die Wetterkarte blieb stabil. Und Gaudenz Flury? Der wird künftig wohl nicht nur die Atmosphäre im Griff haben wollen – sondern auch den Wecker.