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Montag
26.01.2026

TV / Radio

«Es handelt sich um einen in diesem Ausmass noch nie dagewesenen Akt des politischen Engagements aus der Akademie»...    (Screenshot Webs.)

«Es handelt sich um einen in diesem Ausmass noch nie dagewesenen Akt des politischen Engagements aus der Akademie»... (Screenshot Webs.)

Gegen die SRG-Initiative, die am 8. März vors Volk kommt wird an allen Ecken und Enden Stimmung gemacht, die einen weibeln dafür, die anderen dagegen. Klar ist, dass diese Initiative ein grosses Potential zur weiteren Spaltung der Schweizer Bevölkerung hat.

Nun bringt Mark Eisenegger, Co-Direktor und Studienprogrammdirektor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) der Universität Zürich, ein von 600 Professorinnen und Professoren unterschriebenes Papier gegen die SRG-Halbierungsinitiative, unter die Leute.

«Die Volksinitiative zur Halbierung der SRG ist eine Bedrohung für den medialen Service public und würde zu massiven Einschnitten im publizistischen Angebot in allen Landesteilen führen», heisst es in der am Montag publik gemachten Erklärung, die auf einer Webseite auch zur einer Online-Unterschriftenaktion aufruft und sich aktiv in den Wahlkampf einmischt. Gemanagt wird die Website von Alexandra Stark.

Die Initiative würde das Mediensystem als Ganzes und damit die Demokratie in der Schweiz schwächen. «Es handelt sich um einen in diesem Ausmass noch nie dagewesenen Akt des politischen Engagements aus der Akademie», heisst es weiter.

Weil öffentliche Medien nicht kommerziellen Interessen verpflichtet seien, orientierten sich Service-public-Medien stärker an Relevanz und Qualität und weniger an Klickzahlen und Einschaltquoten. «Dies wiederum hebt das Niveau der Medienlandschaft als Ganzes, weil sich auch private Medien an diesen Standards messen müssen», schreibt Eisenegger, wobei gerade das ja bei der SRG häufig nicht mehr zutrifft.

Ein als Verein geführter Medienkonzern, der sich Jahr für Jahr ausdehnt und dessen Grundauftrag seit Jahren nicht den neuen Gegebenheiten angepasst wird. Allein im Tessin ist die SRG mittlerweile der grösste Arbeitgeber.

Viele der Unterzeichnenden Professoren von Schweizer Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen befürchten unter anderem, dass durch die Volksinitiative das Budget auch «im Onlineangebot massiv beschränkt würde».

Von den 21 Erstunterzeichner fällt auf, dass nur eine Person direkt aus dem Bereich Ökonomie kommt. Viele kommen aus der Kommunikationswissenschaft, Geschichte, Politikwissenschaften, Neurologie und Recht.