Content:

Mittwoch
18.03.2026

Vermarktung

VielrotbeimJahresabschluss2025derTXGroupwieKleinReportberichtet

Der Umsatz der TX Group ist 2025 um 7,3 % auf 873,1 Mio. Franken gesunken, der Konzerngewinn stieg hingegen um 17,6 % (31,1 Mio.) auf 36,6 Mio. Franken.

Das operative Betriebsergebnis konnte «dank striktem Kostenmanagement fast auf Vorjahresniveau gehalten werden», teilte der Konzern am Mittwochmorgen mit. «Der Free Cashflow vor Mergers & Akquisitionen lag mit 162,6 Mio. Fr. unter dem Vorjahr (232,3 Mio. Fr.), das durch die Sonderdividende von SMG in Höhe von 70,7 Mio. Fr. geprägt war.»

Zuerst wird aber der Erfolg der Swiss Marketplace Group (SMG) mit dem Börsengang im September 2025 gelobt, an der die TX Group mit etwa 30,72 % beteiligt ist. Ringier, die Mobiliar und der Finanzinvestor General Atlantic haben beim Börsengang bereits in Teilen Kasse gemacht. Das Medienhaus Ringier, an dem die Mobiliar 25 % hält, ist unter 20 % gefallen, der Versicherungskonzern selber besitzt etwa 19,3 % an der SMG. Der Rest befindet sich im Streubesitz.

Der Online-Marktplatz weist für das letzte Jahr eine Umsatzsteigerung um 14,1 % auf 332 Mio. Franken aus. Auf EBITDA-Stufe stieg das operative Ergebnis um 29,4 % auf 180,2 Mio. Franken, was einer um 6,4 % auf 54,3 % gesteigerten Marge entspreche, wie der Online-Marktplatz, der von CEO Christoph Tonini geleitet wird, seinerseits am Mittwoch bekannt gab.

Bei der TX Group sanken die Umsätze bei der Tamedia um 5,9 %, bei 20 Minuten um 15,9 %, bei Goldbach um 17,7 %, bei TX Markets um 7,7 % und bei Group & Ventures sind es 7,2 %. Ausser bei Tamedia (u. a. «Tages-Anzeiger», «SonntagsZeitung») sank dementsprechend bei allen Divisionen das bereinigte Betriebsergebnis auf EBIT-Stufe. Beim Flaggschiff wird ein um 346,2 % gesteigerter Sprung auf 11,5 Mio. Franken ausgewiesen, die EBIT-Marge liegt bei 3%. In die Division von Tamedia fällt auch die Schliessung der Druckzentren.

Das dürfte auch mit der Printeinstellung von «20 Minunten» Ende 2025 zusammenhängen, was auch zu einer Kostenreduktion geführt hat. Das Betriebsergebnis fiel um 65,9 % auf 2,7 Mio. Franken. 20 Minuten ist nur noch digital unterwegs. Die im vergangenen Juni angekündigte Printeinstellung wird bei den Sozialplankosten mit 2,4 Mio. Franken ausgewiesen.

Der Stellenabbau mit den Restrukturierungen beim Vermarkter Goldbach, 20 Minuten und Tamedia habe letztes Jahr «zu Einmalkosten von insgesamt 6,8 Mio. Franken» geführt, wie der börsenkotierte Konzern schreibt.

Beim Vermarkter Goldbach Neo drückt die Rückstellung eines Vermarktungsvertrags mit Minus 3,3 Mio. Franken auf das Ergebnis 2025. Und die Fokussierung auf das Kerngeschäft bei Goldbach schlug mit Sozialplankosten von 1,2 Mio. Franken zu Buche. Goldbach konzentriere sich in Zukunft auf Out of Home (OOH) und die Vermarktung von TV, Radio und Digitalwerbung.

Neu für den Verwaltungsrat vorgeschlagen, wird Christian Osterland (35) vom US-Finanzinvestorr General Atlantic; Pascale Bruderer ziehe sich nach sechs Jahren aus dem Gremium zurück.

Für die Aktie der TX Group, die seit Monaten sinkt, beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Dividende von 4 Franken pro Aktie.