Villi Hermann wird mit dem Ehrenpreis des Schweizer Filmpreises 2026 ausgezeichnet.
Der in Luzern geborene und heute in Lugano lebende Regisseur, Drehbuchautor und Produzent habe das Schweizer Filmschaffen in seiner über 50-jährigen Karriere «massgeblich geprägt», schreibt das Bundesamt für Kultur am Dienstag.
Angetrieben von seinem Sinn für soziale Fragen, hat Villi Hermann seine Laufbahn in den 1970er-Jahren mit Filmen an der Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion begonnen. Sein erster Langfilm «San Gottardo» (1977) wurde an den Filmfestspielen von Cannes in der Sektion «L’Air du temps» gezeigt und gewann den Silbernen Leoparden des Filmfestivals Locarno.
Mit international besetzten Werken wie «Matlosa» (1981), «Innocenza» (1986) und «Bankomatt» (1989) war Villi Hermann in den 1980er-Jahren ein anerkannter Vertreter des Schweizer Filmschaffens an grossen Festivals.
1981 gründete Villi Hermann seine Produktionsfirma Imagofilm Lugano. Seit Ende der 2000er-Jahre unterstützt er gezielt Filmproduktionen des Tessiner Nachwuchses, zum Beispiel von Alberto Meroni, Erik Bernasconi, Niccolò Castelli oder Francesco Rizzi.
«Der Ehrenpreis für Villi Hermann würdigt das Werk eines bedeutenden Filmemachers und die künstlerische Kraft eines Menschen, der den italienischsprachigen Schweizer Film gestärkt und dessen eigenständige Identität mitdefiniert hat», schreibt das Bundesamt für Kultur weiter.
Die Verleihung des Schweizer Filmpreises findet am 27. März 2026 im Kongresshaus Zürich statt.




