Antje Stahl ist für ihren Beitrag «No more Frauenghetto, bitte» in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom 12. Oktober 2017 mit dem Michael-Althen-Preis für Kritik 2018 ausgezeichnet worden.
Darin veranschauliche sie, weshalb Gruppenausstellungen wie «Frau Architekt» im Deutschen Architekturmuseum Frauen genau die Sonderrolle zuweisen, die Frauen über Jahrzehnte ihre berufliche Unabhängigkeit kostete.
Die Jury, bestehend aus der Schauspielerin Claudia Michelsen, dem Regisseur und Autor Dominik Graf, dem Schriftsteller Daniel Kehlmann und dem Regisseur und Autor Tom Tykwer, ist sich einig, dass in diesem Text eine Form der Kritik angewandt wird, die «analytische Schärfe und Emotion verbindet».
Antje Stahl studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Literatur an der Humboldt Universität in Berlin, an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und an der New York University.
Von 2011 bis 2016 war sie Redaktorin bei «Monopol - Magazin für Kunst und Leben». Von 2010 bis 2017 schrieb sie für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» über Kunst und Architektur.
Seit August 2017 ist Antje Stahl Redaktorin für Architektur und Design im Feuilleton der «Neuen Zürcher Zeitung». Wie der Klein Report vermeldet hat, wird sie das Dossier Schweizer Architektur per Ende Jahr auf eigenen Wunsch abgeben und künftig als regelmässige Autorin für die «Neue Zürcher Zeitung» arbeiten.
Der Michael-Althen-Preis für Kritik wird seit 2012 jährlich von der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» zu Ehren ihres 2011 verstorbenen Filmkritikers Michael Althen verliehen, wie die Zeitung dazu schreibt. Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger waren Sarah Khan (2012), Willi Winkler (2013), Hans Hütt (2014), Prof. Dr. Rupprecht Podszun (2015), Dr. Kia Vahland (2016) und Lara Fritzsche (2017).