Die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) hat im 2025 ein bereinigten Betriebsergebnis von 12,7 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 16,6 Millionen gewesen.
Den Rückgang erklärt das Medienhaus unter anderem durch den «strukturellen Rückgang im Printgeschäft, gezielte Investitionen in künftiges Wachstum in der Schweiz und Deutschland sowie Aufwände für die Implementierung neuester Technologien», wie es am Mittwoch heisst.
Der Gesamtertrag des Unternehmens NZZ belief sich auf 236,4 Millionen Franken, gegenüber 248,3 Millionen im 2024.
Der Rückgang ist «insbesondere auf das rückläufige Printgeschäft, Unternehmensverkäufe sowie die fortgesetzte IT-Entflechtung mit CH Media zurückzuführen», heisst es weiter.
Die NZZ-Abonnentenzahlen waren im letzten Jahr leicht rückläufig, und zwar gingen sie von 212’600 auf 208’800 zurück. Trotzdem konnte der Ertrag im Lesermarkt gesteigert werden, was die NZZ mit dem Wachstum im Digitalen und mit «NZZ Pro» erklärt. Dieses «Premiumangebot» habe die Abozahlen im 2025 verdoppeln können und überschritt die Marke von 20’000.
Auf dem Markt in Deutschland wuchs der Umsatz im Digitalbereich um 26 Prozent. Die Vermarktungstochter audienzz «stärkte ihre Position im deutschen Werbemarkt mit einer eigenen Vermarktungseinheit vor Ort».
Im Werbemarkt konnten die steigenden Erträge aus dem Onlinegeschäft die sinkenden Erträge aus dem Printgeschäft «nicht vollständig kompensieren», heisst es weiter von der Zürcher Falkenstrasse.
Der Gesamtertrag im Werbemarkt sank um 4 Prozent auf 99,3 Millionen Franken.
Im vergangenen Jahr richtete die NZZ ihre Beteiligungen stärker auf das Kerngeschäft aus, wie der Klein Report berichtete. Sie verkaufte das Zurich Film Festival (ZFF), den Geschäftsbereich Architonic der internationalen Architektur- und Designplattform DAAily platforms sowie eine kleinere Minderheitsbeteiligung im Softwarebereich.
Das hat sich auf die Zahlen auf Konzernebene durchgeschlagen. Das bereinigte Konzernergebnis lag bei 16,9 Millionen Franken, gegenüber 16,7 Millionen im Vorjahr. «Die Bereinigung des Portfolios führte schliesslich zu einem ausgewiesenen Konzernergebnis von -34,5 Millionen Franken», schreibt die NZZ.
«Darin enthalten sind im Wesentlichen nicht operative und einmalige Effekte, insbesondere die Rückführung von Goodwill im Zusammenhang mit der Veräusserung des ZFF und von Architonic.»
Neben der Ausrichtung aufs publizistische «Kerngeschäft» hat die NZZ im Dezember angekündigt, ihre Beteiligung am Aussenwerbevermarkter APG von 25 auf 45 Prozent anzuheben.
Dem haben die APG-Aktionäre im Januar zugestimmt, vollzogen werden soll der Schritt im zweiten Quartal 2026.
Diese Beteiligung stärke die Position der NZZ in den Werbemärkten und «sichert dem Unternehmen einen stabilen, gegenüber den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz resilienten Ertragsstrom», so das Unternehmen weiter.




