Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert die Bundesregierung auf, so schnell wie möglich die Finanzausstattung der Deutschen Welle (DW) zu verbessern. Anlass ist die jetzt bekannt gewordene Kündigungswelle beim deutschen Auslandssender.
Nach Kenntnis des DJV sind 200 Journalistinnen und Journalisten betroffen: Freie und feste freie Mitarbeiter der DW erhalten in diesen Tagen Mitteilungen, dass «ihre Mitarbeit entweder ganz entfällt oder stark reduziert wird».
Wegen den Kürzungen werden befristete Verträge von erfahrenen und schwerbehinderten Mitarbeitenden nicht verlängert. «Die Regierung kürzt die Deutsche Welle kaputt», kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Die Deutsche Welle müsse auch wegen des Rückzugs des US-Engagements aus dem internationalen Mediengeschäft nicht weniger, sondern deutlich mehr Mittel erhalten.
Beuster erinnert an die Demonstrationen der DW-Beschäftigten in Berlin und Bonn ende April, die von dem Düsseldorfer Karnevalskünstler Jacques Tilly unterstützt wurden. Eine von ihm gestaltete Plastik für die Demonstrationen trug den Titel: «Deutsche Welle gekürzt - Autokraten jubeln.»




