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Freitag
08.05.2026

Medien / Publizistik

Am Swiss Media Forum in Luzern ging es am Freitagvormittag unter anderem um den journalistischen Nachwuchs.

Auf dem Kongressschiff «MS Diamant», das an der Brücke 6 neben dem KKL angelegt hatte, sprach unter anderem der Videojournalist und Filmemacher Juan Riande zu «Generation Praktikum oder wahre Nachwuchsförderung?». Riande vertrat als Co-Präsident Junge Journalisten und Journalistinnen Schweiz (JJS) die Nachwuchsgeneration am Medienkongress. 

Die Annahme der Branchenvereinbarung zwischen dem Verlegerverband, Syndicom und Impressum freut auch Juan Riande. Der Deal stärke die Fairness und verhindere «weitere Rückschritte» in einem Berufsfeld, das seit Jahren unter Druck steht, kommentiert JJS die Einigung, die die Verleger am Donnerstag mit deutlicher Mehrheit abgesegnet hatten. 

Doch bei Praktika klafft aus Sicht der Berufseinsteiger eine Lücke: «Junge Talente brauchen mehr als Minimalgarantien, um der Branche treu zu bleiben.»

Die Branchenvereinbarung sieht Verbesserungen für Stagiares und Volontariate vor. Die Löhne für Berufseinsteiger und -einsteigerinnen sollen über dem bisherigen Niveau liegen. 

Für Praktikanten und Praktikantinnen ist ein Mindestlohn von 2000 Franken monatlich vorgesehen – ab dem 7. Praktikumsmonat. Praktika dürfen zudem nicht länger als 12 Monate dauern.

Das reicht aus Sicht des JJS nicht aus. «Ein Praktikum ist einer der meistgewählten Einstiegswege in den Journalismus. Umso mehr fällt auf, dass die Branchenvereinbarung hier die schwächsten Verbindlichkeiten setzt», schreibt die Nachwuchsorganisation dazu.