Content:

Montag
20.04.2026

Medien / Publizistik

Da war die Welt noch in Ordnung für den Böög: Sonnenschein, 17 Grad, Holzstoss optimal - und Knall und Peng war der Kopf ab...    (Bild: Klein Report)

Da war die Welt noch in Ordnung für den Böög: Sonnenschein, 17 Grad, Holzstoss optimal - und Knall und Peng war der Kopf ab... (Bild: Klein Report)

18.12 Uhr und 48 Sekunden. Und weg war der Kopf des Böögs, der Sommer wird schön.

Das Zürcher Frühlingsfest lockte wieder Hunderttausende ans Seebecken am Bellevue, nachdem viele den Umzug der Zünfter und ihrer Gäste durch die Innenstadt angeschaut hatten. Die Zürcher Zünfte bestehen seit dem 14. Jahrhundert und pflegen heute als privatrechtliche Vereine das kulturelle Erbe.

Ein Tag wie Gold für das Sechseläuten 2026, das mit dem 20. April an einem der spätesten Daten des Kalenders stattfindet. Für die Zünfter ist der Montag mit dem grossen Umzug das Rahmtüpfli auf drei sehr intensiven Tagen mit Anlässen, Essen, vielen Reden und Besuchen.

Dieses Jahr war der Gastkanton Graubünden mit dem gesamten Regierungsrat vertreten, die Delegation bestand aus über 200 Personen.

Der Montag begann für die Zunft Wiedikon bereits um 08.30 Uhr im Foyer des Aura am Bleicherweg. Aufsetzen der Perücken hiess der Tagesbefehl. Dazu waren nur gerade 30 Minuten eingerechnet, bevor es um 9 Uhr mit dem Eintreffen der Ehrengäste so richtig begann.

Im Festsaal wurde nach diversen Begrüssungen durch den Zunftmeister und den Stubenmeister um 11.55 Uhr das Mittagessen serviert, nachdem die Ehrengäste vorgestellt worden waren.

Nach dem Platzkonzert des Zunftspiels vor dem Aura um 14 Uhr wurde nach den Weisungen des Zugchefs die Zugsordnung zusammengestellt. Um 14.30 Uhr begann der Abmarsch zum Zug der Zünfte. Der Höhepunkt ist bekanntlich des Anzünden des Böögs auf der Sechseläuten-Wiese vor dem Opernhaus.

«Ich spüre die letzten Tage körperlich», seufzte Wiedikon-Zünfter Albi Matter dem Klein Report zu, der eine Woche zuvor mit seinem «Albi's Country-Festival im Hallenstadion» seine Meisterprüfung als Gross-Veranstalter hingelegt hatte.

Die Freinacht bis 4.30 Uhr im Zürcher Aura liess Matter deshalb diesmal aus. Bis zum Schlusswort des Zunftmeisters freilich vergingen ein paar Stunden in gemütlicher Zünfterrunde mit Mehlsuppe, Bier vom Fass, Wurst plus eventueller Saubanner-Besuche bei anderen Zünften.