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Dienstag
29.04.2003

Unbekannte haben in Kolumbien zwei Journalisten erschossen. Beide Opfer hatten wiederholt Fälle von Korruption angeprangert. Der Radiojournalist und Leiter der Zeitschrift «Contacto», Guillermo Bravo, sei von offenbar gedungenen Mördern im Vorgarten seines Hauses in Neiva, der Hauptstadt der Provinz Huila im Südenwesten des Landes, niedergeschossen worden, teilten die Behörden am Dienstag mit. In der Stadt Maico im Norden des Landes in der Nähe der Grenze zu Venezuela streckte ein Mann den Radiojournalisten Jaime Rengifo auf offener Strasse mit mehreren Schüssen nieder. Kolumbien ist nach Angaben der interamerikanischen Presse-Vereinigung das weltweit gefährlichste Land für Journalisten. Allein im vergangenen Jahr seien 6 Journalisten umgebracht und 11 Kollegen entführt worden, und 48 hätten Todesdrohungen erhalten.