Der Regional-Fernsehsender Züri Plus ist seit dem 31. März auf Sendung. Wie sieht die Bilanz der ersten Tage aus?, wollte der Klein Report am Dienstag von Redaktionsleiter Gian Meyerhofer wissen. «Der Start ist gelungen, auch wenn er etwas holprig war», meinte Meyerhofer, «wir müssen einiges verbessern - auch unser Erscheinungsbild -, aber wir schauen positiv in die Zukunft.» Auf 120 Quadratmetern Bürofläche und mit einfachsten Mitteln entsteht täglich das Programm von Züri Plus. Wen wunderts, dass es beim Sendestart zu technischen Pannen kam? «Es gab Schnittfehler und Programmunterbrüche», so Meyerhofer zum Klein Report, «aber wir verbessern uns konstant. Auch inhaltlich.» Wer an seinem TV-Gerät den Suchdurchlauf drückt, landet früher oder später bei Züri Plus und seinen Sendegefässen: dem 20-minütigen Talk «Uff de Punkt» mit Moderatorin Claudia Steinmann, die zwar keinen journalistischen Background hat, dennoch unverblümt Fragen stellt. (Am Mittwoch befragt sie den Parteipräsidenten der CVP betreffend der FDP- und CVP-Wahlschlappe vom Wochenende.) Gefolgt von der Wettershow und einer täglichen Meinungsumfrage. Abgerundet wird der Infoblock durch ein Magazin - mal aus Kultur («Sehenswert»), live aus der Disco («Rave TV») oder einem Sportereignis («Sport Z»). Eine geplante Konsumsendung mit dem Titel «Der Hammer», bei der verschiedene Parteien in Rechtsstreitigkeiten verwickelt sind, sei vorerst, so Meyerhofer, auf Eis gelegt. Finanziert wird Züri Plus von den Erträgen, welche der Sender für das Ausstrahlen einzelner Sendungen erhält, den Spielsendungen, die über die 0900er-Nummern laufen und einer Dauerwerbe-Sendung. Nicht die mit den Edelsteinen und Halbedelsteinen, sondern die aus der Küche, in der für Küchenschürzen, Fleischermesser, Woks und Miniäxte geworben wird. Siehe auch «Züri Plus» gibt erste Informations-Häppchen ab
Dienstag
08.04.2003