Der US-Telefonkonzern WorldCom, dem massive Bilanzmanipulationen vorgeworfen werden, will aus dem Insolvenzverfahren durchstarten. Der Konzern hat beim zuständigen Insolvenzgericht einen entsprechenden Antrag eingereicht. Wie WorldCom am Montag mitteilte, unterstützen 90 Prozent der Gläubiger einen Plan zur Sanierung des Unternehmens. Demnach soll der Grossteil der Schulden von 30 Mrd. Dollar erlassen werden. Am Ende blieben für das Unternehmen nur noch Verbindlichkeiten von 3,5 Mrd. bis 4,5 Mrd. Dollar. WorldCom hatte den USA mit Bilanzfälschungen in Höhe von 7,2 Mrd. Dollar einen der grössten Börsenskandale der Geschichte beschert. Der Konzern musste darauf im Juli 2002 Gläubigerschutz anmelden und arbeitet seither unter gerichtlicher Aufsicht. Konzernchef Michael Capellas erklärte nun, WorldCom wolle noch in diesem Jahr «als schlankeres und stärkeres Unternehmen» das Insolvenzverfahren verlassen. Nach Angaben des «Wall Street Journal» könnte dies schon im September der Fall sein.
Montag
14.04.2003