Beim FC Zürich folgt derzeit eine Personalentscheidung nach der anderen. Nach der Verpflichtung von Carlos Bernegger als neuem Co-Trainer setzt der Klub auch auf Führungsebene ein Zeichen: Per 1. April übernimmt Marc Aebli das neu geschaffene Amt des Geschäftsführers.
Präsident Ancillo Canepa und Verwaltungsrat Claudio Cisullo betonen, dass Aebli künftig «sämtliche Abteilungen ausserhalb des Sport-Bereichs» verantwortet – Finanzen, Organisation, Human Resources, IT, Marketing und Verkauf. Der FCZ will Strukturen schärfen, Kompetenzen bündeln und nach Jahren der Reibung für Ruhe sorgen.
Während diese Rochaden offen kommuniziert werden, blieb eine andere Personalie bewusst im Hintergrund – und ist gerade deshalb pikant: Dani Büchi bewarb sich – gemäss gut informierten Quellen – um einen Trainerposten im Nachwuchsbereich des FCZ.
Ein überraschender Schritt eines Mannes, der im Schweizer Fussball weniger für Ausbildungsideen als für Machtkämpfe, Umbrüche und Nebenwirkungen bekannt ist.
Büchi, ehemaliger Sportjournalist und über zwei Jahrzehnte prägender Kopf der Energy-Gruppe von Ringier und der französischen NRJ Group, machte ab 2021 vor allem als starker Mann beim FC Basel Schlagzeilen. Als Delegierter des Verwaltungsrates und zeitweise operativer Leiter führte er den Klub in einer Phase radikaler Transformation. Sein Stil war dominant, seine Rolle umstritten, ähnlich wie früher als Aussenverteidiger bei der Sportjournalisten-Auswahl – der angerichtete Flurschaden ist bis heute Teil seiner fussballerischen Bilanz.
Sportlich bringt Büchi zumindest Basiswissen mit: Er fungiert als Juniorentrainer beim FC Herrliberg. Zudem besteht eine persönliche Verbindung zum FCZ, da einer seiner Söhne im Nachwuchs als Torhüter aktiv ist. Ob das reicht?
Die Antwort vom Letzigrund steht noch aus. Auch der Klein Report wartet gespannt.




