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Freitag
28.06.2013

Flucht dank falscher Angaben: Laut der chinesischen Justiz haben die US-Behörden auf dem internationalen Haftbefehl gegen Edward Snowden dessen Namen falsch geschrieben. Die Zeit, die für zusätzliche Abklärungen nötig gewesen sei, soll der ehemalige NSA-Angestellte zur Flucht nach Moskau genutzt haben.

Wie ein Staatssekretär gegenüber den Medien erklärte, sei einerseits der zweite Vorname des Whistleblowers falsch angegeben gewesen, nämlich mit James statt Joseph. Andererseits hätten die USA es versäumt, das Gesuch mit einer Passnummer zu versehen.

Der Gesuchte soll sich nach wie vor an einem Moskauer Flughafen aufhalten, von wo er mutmasslich nach Südamerika weiterfliegen wird, was bereits zur Kündigung eines Abkommens zwischen den USA und Ecuador geführt hat. Nachdem Mitglieder des US-Kongresses dem südamerikanischen Land mit dem Ende von Handelserleichterungen gedroht hatten, im Falle, dass Snowden Asyl erhalten würde, hat Quito das Zollabkommen am Donnerstag kurzerhand selbst gekündigt.