In Deutschland sei der befürchtete Einbruch der Werbeeinnahmen wegen des Irak-Krieges ausgeblieben. Zwar habe es zu Beginn des Irak-Kriegs Verschiebungen von Kampagnen gegeben - Absagen jedoch wenige, wie die «Financial Times Deutschland» am Mittwoch schrieb. Anzeigen storniert hätten lediglich Touristik-Unternehmen und Finanzdienstleister. «Wir hatten am ersten Kriegstag massenweise Wünsche nach Verschiebungen», sagte eine Sprecherin der Seven One Media in der «FTD». Es sei ein niedriger einstelliger Millionenbetrag aus dem März in den April umgebucht worden. Stornierungen habe es kaum gegeben. «Speziell den Fernsehsendern geht es besser als erwartet», wird Tom Deitz, Analyst bei Merrill Lynch, zitiert. «Die Unterhaltungssender sind schnell zu ihrem normalen Programm zurückgekehrt.» Ein Grund für diese Entwicklung ist, dass der Krieg seit Wochen befürchtet wurde. Hinzu kommt, dass auf Grund der allgemeinen Werbeflaute speziell bei den TV-Sendern für die kommenden Wochen noch genügend freie Werbeplätze vorhanden sind. Merrill-Lynch-Analystin Lauren Rich Fine erwartet eine Gewinnsteigerung von 12% (9% für 2004) im Anzeigenverkauf bei jenen Zeitungen, die sie bewertet.
Mittwoch
09.04.2003