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Dienstag
22.04.2003

Am 3. Mai begehen zahlreiche internationale Organisationen den World Press Freedom Day. Dieser Tag wurde 1993 von der UNO zum Internationalen Tag der Pressefreiheit ausgerufen. Der Grund für dieses Datum war eine 1991 mit der Unesco abgehaltene Konferenz in Windhoek (Namibia) für eine unabhängige afrikanische Presse. Das Ergebnis, die «Erklärung von Windhoek», diente der UNO als Grundlage für ihre Entscheidung.

Heute, zehn Jahre später, sieht es mit der Pressefreiheit noch nicht viel besser als damals aus. Allein im Irak-Krieg starben bisher 14 Journalisten; weltweit verloren in den ersten vier Monaten des Jahres bereits 21 Reporter bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ihr Leben oder wurden als direkte Vergeltung für ihre Berichterstattung getötet. Und die Bilanz des Jahres 2002: 54 tote Journalisten in 20 Ländern. Das sind zwar weniger als noch 2001 - dafür ist die Zahl der inhaftierten Reporter um 15% auf 136 in 27 Ländern gesteigen. Diese Zahlen veröffentlichte Ende März 2003 das Committee To Protect Journalists (Washington).

Das grösste Event im Namen der Pressefreiheit wird die internationale Konferenz der Unesco in Kingston (Jamaica) sein. Vertreter von zahlreichen Organisationen für Pressefreiheit und Journalisten diskutieren zum Thema Straflosigkeit für Journalisten. Mehr dazu unter http://www.worldpressfreedomday.com