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Donnerstag
13.06.2013

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat zehn Grosshändler von französischsprachigen Büchern sanktioniert. Die Unternehmen hätten im Zeitraum von 2005 bis 2011 Schweizer Buchhandlungen daran gehindert, Bücher im Ausland - insbesondere in Frankreich - zu tieferen Preisen zu beziehen, teilte die Weko mit. Die Kommission hat Bussen in Gesamthöhe von 16,5 Millionen Schweizer Franken ausgesprochen.

Betroffen sind die Buchhändler Albert le Grand SA, Dargaud (Suisse) SA, Diffulivre SA, Diffusion Transat SA, Éditions Glénat (Suisse) SA, Interforum Suisse SA, Les éditions des 5 frontières SA, Les Editions Flammarion SA, OLF SA und Servidis SA.

Exklusivvereinbarungen zwischen den Grosshändlern und den Verlagen hätten dazu geführt, dass die Buchhändler während des Untersuchungszeitraums keine Bücher im Ausland beziehen konnten, so die Weko. Mehrere Vertriebsabreden hätten zudem ausdrücklich vorgesehen, dass die Vertriebspartner der Grosshändler selbst keine Verkäufe tätigen dürfen oder alle notwendigen Massnahmen ergreifen müssen, um solche Verkäufe zu verhindern.

«Hierdurch wurde der Schweizer Markt vollständig abgeschottet, was den Wettbewerb stark behindert hat», urteilte die Weko. «Die Grosshändler müssen nun ihre Verträge und Verhaltensweisen anpassen, so dass Buchhändlern im Interesse des Wettbewerbs Alternativen zu den traditionellen Beschaffungskanälen offenstehen.»