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Mittwoch
05.06.2013

Der Verband Schweizer Medien hat sich als Urheber der Kampagne mit den «Nichts»-Bannern zu erkennen gegeben. Der Verband hatte eine Woche lang mit einer klassischen Mystery-Kampagne auf den Portalen verschiedener Medienhäuser für fragende Gesichter gesorgt. Die Aufschrift «Nichts» auf den Bannern wurden per Mouseover zu «nichts gesehen», «nichts passiert» oder «nichts dazugelernt», einen Hinweis auf die Herkunft gab es allerdings nicht.

«Das Sujet war so schlicht, dass viele Inserateverantwortliche in den Medienhäusern nachfragten, ob es sich um ein Missverständnis handle», so der Verband Schweizer Medien. In der folgenden Woche soll dann eine Onlineauflösungskampagne folgen.

Der Auslöser für die Kampagne sind die tiefen Einnahmen im Onlinebereich. «In der Schweiz steht die Werbung, die online geschaltet wird, immer noch in einem schlechten Verhältnis zur Aufmerksamkeit, die Onlinemedien bereits seit Längerem erhalten», so der Verband. «Zudem sehen einige Werbetreibende in Onlinekampagnen immer noch eher `Click`-Werbung; Branding findet dagegen online nur in geringen Mass statt.»

Bereits aufgelöst wurde die Kampagne für die Marketingverantwortlichen. An diese wurde bereits ein Auflösungsmailing verschickt. Die zentrale Aussage der Kampagne: «Nichts gesehen? - Wenn Sie sogar nichts sehen, was kann erst Ihre Werbung?». Die Mailingempfänger können im Rahmen des Gewinnspieles zudem Banner-Freespace im Umfang von fünfmal 100 000 Franken gewinnen.

Umgesetzt wurde die Kampagne von Comqed Dialog aus Erlenbach. An der Aktion nahmen «20 Minuten», «Blick», «Blick am Abend», «Die Nordwestschweiz», die «Freiburger Nachrichten», die «Neue Luzerner Zeitung», die «Neue Zürcher Zeitung», die «NZZ am Sonntag», der «Sonntagsblick», das «St. Galler Tagblatt», der «Tages-Anzeiger», die «Südostschweiz» und die «Schweiz am Sonntag» teil.