Nicht nur das Berufsansehen der Politiker ist auf einem neuen Tiefpunkt angelangt, auch die Buchhändler haben an Ansehen verloren - ebenso die Journalisten. Zu diesem Ergebnis kommt die Allensbacher Berufsprestige-Skala 2003, die ihr Institut für Demoskopie in Allensbach am Bodensee hat, und in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage in Deutschland die Frage stellte: «Hier sind einige Berufe aufgeschrieben. Könnten Sie bitte die fünf davon heraussuchen, die Sie am meisten schätzen, vor denen Sie am meisten Achtung haben?» Den Befragten wird dabei jedesmal eine Liste mit 18 Berufen vom Arzt über den Pfarrer, den Rechtsanwalt, den Ingenieur, den Politiker, den Studienrat bis zum Gewerkschaftsführer vorgelegt. Fazit: Auf den untersten Stufen der Berufsprestige-Skala rangieren die Berufe der Politiker (8%), der Gewerkschaftsführer und der Buchhändler (jeweils 7%). Gegenüber der letzten Umfrage an Ansehen gewonnen hat der Beruf des Ingenieurs (plus 3%). An Prestige verloren haben die Journalisten (minus 5%), die Schriftsteller und Atomphysiker (jeweils minus 4%).
Der Arztberuf hingegen geniesst in Deutschland seit langer Zeit ganz besonderes Ansehen (72%). An zweiter Stelle auf der Liste hoch angesehener Berufe steht der Beruf des Pfarrers, des Geistlichen, dem von 39% der Bevölkerung ein ganz besonderes Ansehen attestiert wird. Die Berufe des Hochschulprofessors (30%) und des Unternehmers (30%) rangieren an dritter und vierter Stelle auf der aktuellen Allensbacher Berufsprestige-Skala 2003.
Im Weiteren: Rechtsanwalt (29%), Grundschullehrer (27%), Ingenieur (26%), Apotheker (26%), Botschafter, Diplomat (25%), Schriftsteller (22%), Atomphysiker (22%), Direktor (18%), Studienrat (14%), Journalist (13%), Offizier (9%).
Dienstag
08.04.2003