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Freitag
09.01.2026

Medien / Publizistik

Rund 700 Gäste nahmen an der Zeremonie in Martigny teil... (Bild: Screenshot)

Rund 700 Gäste nahmen an der Zeremonie in Martigny teil... (Bild: Screenshot)

Mit einem Gedenkmoment startet am Freitagnachmittag die offizielle Trauerfeier zur Brandkatastrophe von Crans-Montana, begleitet von Kirchengeläut im ganzen Land.

«Am Neujahrstag hat uns ein unvorstellbares Unglück getroffen, ein Unglück, das – ich möchte es betonen – die ganze Schweiz in Trauer vereint hat», sagte Bundespräsident Guy Parmelin in seiner Ansprache.

Er glaube, dass er im Namen des ganzen Landes spreche, wenn er sage, «dass wir heute zusammengekommen sind, um die Last dieses Unglücks gemeinsam zu tragen. Sie wird dadurch nicht leichter werden, aber wenn dieser Tag auch nur ein wenig dazu beitragen kann, unsere unendliche Trauer zu lindern, so hat er seinen Sinn bereits erfüllt.»

Die Schweiz werde, so Parmelin, weiterhin allen Familien im In- und Ausland beistehen, deren Existenz sich mit dieser Katastrophe so brutal und unwiderruflich verändert habe. 

«Wir sind zutiefst dankbar für die unzähligen Zeichen der Anteilnahme und die grosse medizinische Unterstützung, die wir aus dem In- und Ausland erhalten haben.»

Auch europäische Politiker reisten für die Gedenkfeier in die Schweiz. Darunter die Präsidenten Frankreichs und Italiens, Emmanuel Macron und Sergio Mattarella. Sie vertraten Länder, aus denen mehrere Opfer stammten. Aus Deutschland kam unter anderem der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach Martigny. 

Ingesamt nahmen rund 700 Gäste an der Zeremonie teil. Auch der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard sprach vor den Trauernden.

Beim Brand in einer Bar in dem Walliser Skiort sind während der Neujahrsnacht 40 Menschen ums Leben gekommen. 120 wurden mehrheitlich schwer verletzt.

«Undenkbar, unaussprechbar, unsichtbar. In diesen drei Wörtern spiegelt sich die Fassungslosigkeit, die wir angesichts der Katastrophe noch immer empfinden», schloss Guy Parmelin seine Rede.