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Montag
03.06.2013

Die Streamingplattform Movie2K, die als Nachfolgerin von Kino.to gilt, ist abgeschaltet worden. Dass die Movie2K-Betreiber das Angebot vom Netz genommen haben, wird mit den Ermittlungen gegen die Vorgängerplattform in Verbindung gebracht. Der Dresdner Oberstaatsanwalt erwähnte gegenüber dem Technikportal Golem.de Hinweise, die besagen, dass Beschuldigte aus dem Kino.to-Umfeld auch Kontakte zu Movie2k hätten.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) geht davon aus, dass die Abschaltung der Plattform im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen einen Nutzer steht, der Tausende Filme über Streamingplattformen - darunter auch Movie2k und kino.to - verbreitet hatte. Anfang April hatte Movie2k gemäss GVU mehr als 24 000 Spielfilme in deutscher Sprachfassung illegal öffentlich zugänglich gemacht und rangierte auf Platz 202 der weltweit am häufigsten besuchten Seiten.

«Fakt ist, dass die GVU aus dem nach wie vor andauernden Kino.to-Verfahrenskomplex sehr umfangreiche Kenntnisse über die Szene der digitalen Hehler gewonnen hat», so GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy. «Dazu gehört auch Movie2k. Diese Erkenntnisse stellen wir selbstverständlich den Strafverfolgungsbehörden in geeigneter Weise zur Verfügung. Möglich ist nun, dass diese die Seite abgeschaltet haben.»