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Donnerstag
24.04.2003

Die Europäische Kommission hat gegen Importe des angeschlagenen südkoreanischen Chipherstellers Hynix Semiconductor einen vorläufigen Strafzoll von 33% des Einfuhrpreises verhängt. Hynix wird von Konkurrenten in den USA und der EU vorgeworfen, wettbewerbswidrige staatliche Beihilfen erhalten zu haben. Der Strafzoll für Hynix-Speicherchips (DRAMS) gelte zunächst für vier Monate bis zur Vorlage abschliessender Untersuchungsergebnisse, hiess es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Delegation der EU-Kommission in Seoul.

Hynix habe «enorme Beihilfen» über koreanische Banken erhalten, die im staatlichen Besitz seien oder durch den Staat kontrolliert würden, hiess es in der Erklärung der EU-Kommission. Diese Beihilfen hätten sich negativ auf die Industrie der Gemeinschaft ausgewirkt. Die südkoreanische Regierung wie auch Hynix haben die Beschuldigungen zurückgewiesen. Mehr dazu: Micron zieht sich aus Verhandlungen mit Hynix zurück