Sony erlebt in diesen Tagen ein PR-Desaster. Der Versuch, den Begriff «Shock and Awe» (so viel wie: Furcht und Schrecken) in den USA als Trademark zu registrieren, entpuppte sich als Schnapsidee, die öffentliche Proteste hervorrief. Der Versuch, gab eine Sony-Sprecherin nun kleinlaut zu, sei wohl «unangemessen» gewesen, wie Spiegel Online am Mittwoch berichtete. Mit «Shock and Awe» wird eine Militärstrategie beschrieben, bei der es vereinfacht gesagt darum geht, einen Gegner durch einen ausserordentlich massiven Angriff in die Schreckstarre zu bomben. Sony fand, dass das doch eine ganz prächtige Idee für ein PS2-Spiel sei, und meldete den Begriff am 21. März als Trademark an. Nach kritischen Presseberichten zog Sony nun die Notbremse. Man werde auf das Trademark verzichten. Beim amerikanischen Trademark Office, so Spiegel Online, scheiterte der Antrag nicht etwa deshalb, weil die Beamten ihn als anstössig empfunden hätten: Sie müssen nur erst eine Entscheidung treffen, wer «Shock and Awe» nun zugesprochen bekommt. Derzeit lägen mehr als ein Dutzend Anträge vor.
Mittwoch
16.04.2003