Content:

Donnerstag
24.04.2003

Die Chefredaktoren der führenden serbischen Medien haben am Donnerstag die Regierung und das Parlament zu Gesprächen über die Lage der Presse aufgerufen. Thema sollen die Beziehungen zwischen den Medien und der Regierung sein. Die Journalisten wollen über die umstrittenen Mediengesetze sprechen. Diese waren während des inzwischen aufgehobenen Ausnahmezustands verabschiedet worden.

Die Chefredaktoren verlangen auch die Klärung von Anschuldigungen gegen Redaktionen und Journalisten. Diesen waren von Regierungsvertretern während des Ausnahmezustands Verbindungen zur organisierten Kriminalität und sogar zu den Mördern des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic vorgeworfen worden. Unmittelbar nach dem Attentat vom 12. März wurden zwei Belgrader Zeitungen verboten. Einige Journalisten befinden sich noch in Untersuchungshaft.