Der Berufsverband der Texterinnen und Texter in der Schweiz ist in seinem 44. Jahr.
Nun ist dessen Ende an einer Online-Mitgliederversammlung vom 11. Februar 2026 entschieden worden. Vorstand und Mitglieder seien zum Schluss gekommen, «die Auflösung des Textverbands mit sofortiger Wirkung einzuleiten».
Bereits Ende November habe der Verband über die zunehmend schwierigen externen und internen Rahmenbedingungen für die Fortführung informiert, schreibt Cornelia Aschmann, Präsidentin und Geschäftsleiterin des Verbandes, am Donnerstag zur Lage. «Wandel und Neuausrichtung des Berufsstandes, rückläufige Anzahl Mitglieder, unbesetzte Geschäftsstelle, unbesetztes Präsidium, reduzierter Vorstand und prekäre finanzielle Situation», erklärt Aschmann.
Anfang Dezember wurde eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Die Auflösung des Verbands stand zur Abstimmung.
Ein Plan B kam ins Spiel. Ein Mitglied habe angeobten, «die Doppelrolle Geschäftsleitung und Präsidium ab April 2026 zu übernehmen», heisst es dazu. Diese Idee und die Person sind den teilnehmenden Mitgliedern vorgestellt geworden. «Daraufhin stimmten 27 Mitglieder für eine Fortführung des Verbands», teilt die Geschäftsführerin mit.
Eine 180 Grad Kehrtwende dann Anfang Februar. Cornelia Aschmann: «Das Mitglied, welches hätte einsteigen wollen, teilte dem Vorstand und der Geschäftsleiterin am 5. Februar 2026 ohne Vorankündigung mit, sein Angebot zu widerrufen.»
Daraufhin habe der Verband die Auflösung des Verbandes eingeleitet und deshalb die Mitglieder zur Abstimmung eingeladen. «34 stimmten für die Auflösung», so der Schweizer Textverband abschliessend.




