Die Schweizer Druckindustrie kommt auf keinen grünen Zweig. Im vergangenen Jahr ist der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 6,4 Mrd. Franken gesunken. Grund ist die kriselnde Werbewirtschaft. Dies teilte Viscom, der Arbeitgeberverband der Druckindustrie, am Donnerstag mit. In der Schweiz fliessen rund zwei Drittel der Werbeumsätze in grafische Erzeugnisse. Senken die Unternehmen ihre Marketing- und Werbebudgets, treffe das die grafische Industrie unmittelbar, begründete Viscom diese Zahlen.
Die Auslastung der Kapazitäten sei von 83,3 Prozent auf 80,4 Prozent gefallen. Gleichwohl seien 530 Mio. Fr. in neue Technologien und Produktionsanlagen geflossen. Dies entspricht einem Investitionsgrad von 8,3 Prozent. Dieser hohe Investitionsanteil sei ein Indiz für die mittelfristigen Wachstumserwartungen der Branche, heisst es weiter. Wegen der geringeren Auslastung und dem tieferen Gesamtumsatz sank in den letzten beiden Jahren auch der Papierkonsum. Im Rekordjahr 2000 lag der Papierverbrauch pro Einwohner bei 246 Kilogramm. Ein Jahr später war er auf 232 Kilogramm geschrumpft, Tendenz sinkend. Über mehrere Jahre betrachtet, stieg der Verbrauch aber in den 90-er Jahren kontinuierlich an. Der Import von Druckerzeugnissen sank gegenüber dem Vorjahr um 0,15 Prozent auf 1,806 Mrd. Franken. Der Export sank kräfitig um 16,41 Prozent auf noch 632,8 Mio. Franken.
Donnerstag
17.04.2003