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Dienstag
08.04.2003

Misshandlungen von geistig Kranken, sexueller Missbrauch durch katholische Pfarrer und das Ertrinken von vier Jugendlichen in einem Fluss: Das (und weitere Horrorgeschichten) waren die Themen, die bei der Vergabe des diesjährigen Pulitzer-Preises für Aufsehen sorgten. Der «Boston Globe» beispielsweise ist für seine Berichterstattung über den sexuellen Missbrauch durch katholische Priester mit dem Pulitzer-Preis in der Kategorie «Verdienste zum Wohl der Öffentlichkeit» ausgezeichnet worden. Für die beste aktuelle Berichterstattung zeichnete die Jury in New York die Mitarbeitenden der «Eagle-Tribune of Lawrence» aus dem US-Staat Massachusetts aus. Sie hatten über das Ertrinken von vier Jungen im Fluss Merrimack berichtet. Clifford Levy von der «New York Times» gewann mit seiner Reportage über Misshandlungen von geistig kranken Menschen in New Yorker Heimen den Pulitzer-Preis für investigativen Journalismus. Die Redaktion des «Wall Street Journal» erhielt den Preis für Hintergrundberichte mit einer Serie über amerikanische Firmenskandale. Die Gesundheitsexpertin von «The Sun of Baltimore», Diana K. Sugg, wurde für ihre verständliche Darstellung von komplexen medizinischen Themen ausgezeichnet. Cornelia Grumman von der «Chicago Tribune» überzeugte die Jury mit Leitartikeln gegen die Todesstrafe. Jeweils drei Pulitzer-Preise gingen an die «Los Angeles Times» und die «Washington Post»: Alan Miller und Kevin Sack von der «Los Angeles Times» gewannen den Pulitzer-Preis für nationale Berichterstattung mit einem Beitrag über die Absturzserie eines Flugzeugtyps. Der Preis in der Sparte Auslandsberichterstattung ging an Kevin Sullivan und Mary Jordan von der «Washington Post» für Berichte über das mexikanische Justizsystem. Auch die Preise in den Sparten Kritik und Kommentar gingen an die «Washington Post».