Der Publikumsrat hat sich in seiner jüngsten Beurteilung mit zwei Institutionen des Schweizer Fernsehens beschäftigt, dem «Zischtigsclub» und dem «Wort zum Sonntag». Er verteilt Lob an beide Sendungen und Kritik für Nebenaspekte. Die Kameraführung im «Zischtigsclub» und das Dekor beim «Wort zum Sonntag» seien langweilig, hielt der Publikumsrat am Montag in einem Communiqué fest. Insgesamt würden die zwei Sendungen aber als sichere Werte in der Deutschschweizer Fernsehlandschaft geschätzt. Der Themenmix des «Zischtigsclub» ist laut Publikumsrat vielfältig. Die Moderatoren Ueli Heiniger und Christine Maier fielen durch «sachkundige Gesprächsführung» auf. In der Regel könnten sie verhindern, dass Direktbetroffene und Laien von eloquenten Fachleuten dominiert würden. Die Auswahl der Gäste konnte der Publikumsrat nicht bei allen «Zischtigsclub»-Abenden nachvollziehen. Ausserdem wünscht er in der seit 1985 ausgestrahlten Sendung eine stärkere Berücksichtigung der Bereiche Sport, Kultur und Religion.
Das «Wort zum Sonntag» wird bei SF DRS seit über 20 Jahren gezeigt. Es sei eine kurze Sendung mit viel Inhalt, schrieb der Publikumsrat, «entspannend und anregend». Das Personal der Sendung wirke weder belehrend noch moralisierend. Allerdings stellten die Inhalte gelegentlich zu hohe intellektuelle Ansprüche ans Publikum. Die Publikumsräte hielten fest, dass die zwei Sendungen ihre Aufgaben erfüllen. Das «Wort zum Sonntag» soll als Einstimmung in den Sonntag beibehalten werden. Der «Zischtigsclub» werde dem Anspruch mehrheitlich gerecht, ein Gegenpol zur «Arena» zu sein.
Montag
07.04.2003