Die Behörden wollen alle notwendigen Schritte unternehmen, um den Whistleblower Edward Snowden zur Verantwortung zu ziehen, sagte FBI-Chef Robert Mueller am Donnerstag während einer Anhörung im US-Kongress. Inzwischen habe das FBI gegen Snowden, der sich nach Hongkong abgesetzt hat, strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
Unterdessen verteidigte Geheimdienstchef Keith Alexander das Ausspähen von Telefon- und Internetkommunikation im grossen Stil. Das Programm Prism, so der General im US-Senat, hätte Dutzende von Anschlägen verhindern helfen, darunter einen geplanten Anschlag auf die New Yorker U-Bahn im September 2009.
Snowden hatte Journalisten Material zum bisher unbekannten Internetspionageprogramm Prism, mit dem der Geheimdienst NSA Nutzerdaten von Internetdiensten sammelte, zugespielt. An die Unterlagen war er offenbar durch seinen Job bei einem privaten Sicherheitsdienstleister gekommen.