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Dienstag
13.11.2001

Der Chef des kalifornischen Softwarekonzerns Oracle, Larry Ellison, will Microsoft von der führenden Position auf dem Markt der E-Mail-Programme drängen. Es gehe ihm dabei nicht um das Anwenderprogramm Microsoft Outlook, sagte Ellison am Montagabend auf der Computermesse Comdex in Las Vegas. «Ich arbeite selbst mit Outlook und finde es ganz gut. Die Schwachstelle ist das Serverprogramm Microsoft Exchange.» Ellison bezeichnete das Microsoft-Programm als grosses Sicherheitsrisiko für Unternehmen und Anwender, da es weder absturzsicher noch gegen Computerviren gewappnet sei. Microsoft Exchange liefert sich mit Lotus Notes von IBM ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Marktführerschaft als E-Mail-Server. Oracle will nun mit seiner Datenbank 9i, in der ein E-Mail-Dienst eingebaut ist, diesen Markt erobern. Ellison verwies auf 15 internationale Sicherheitszertifikate, die das Oracle-Produkt von Behörden und Sicherheitsdiensten erhalten habe. Ellison kritisierte an einer Pressekonferenz die vom US-Justizministerium angestrebte gütliche Einigung mit Microsoft. Der vorgeschlagene Vergleich bedeute einen «kompletten Sieg für Microsoft und eine komplette Niederlage für die Regierung». Mehr dazu: Gewinn von Oracle übertrifft Analystenerwartungen und Microsoft-Vergleich: US-Bundesstaaten uneinig