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Samstag
08.06.2013

Die NZZ-Mediengruppe will ihre Titel künftig selbst vermarkten. Um die Eigenvermarktung realisieren zu können, will die NZZ der Publicitas Mitarbeiter abwerben. «In enger Koordination mit der Publicitas werden wir zeitnah das Gespräch mit den Publicitas-Mitarbeitenden aufnehmen und ihnen rechtzeitig Stellenangebote unterbreiten», liess Polo Stäheli, CEO der NZZ-Mediengruppe, am Donnerstag gegenüber dem Klein Report ausrichten.

Wie die Vermarktung künftig aussehen soll, ist allerdings noch nicht bekannt. «Dem gestern bekannt gegebenen strategischen Entscheid folgt jetzt die konkrete operative Umsetzungsplanung mit Blick auf 1.1.2015», so die Pressestelle. «Personalentscheide wurden noch keine gefällt.» Der Wechsel wurde auf 2015 festgelegt, da der exklusive Zusammenarbeitsvertrag mit der Publicitas Ende 2014 ausläuft.

Die Antwort der NZZ auf die Frage nach den Zielen, die mit der Umstellung angestrebt werden, fiel eher dürftig aus: «Nach jahrelanger erfolgreicher Zusammenarbeit mit Publicitas auf exklusiver Basis erachtet es die NZZ-Mediengruppe als entscheidend, zukünftig autonom auf die raschen Veränderungen im Werbemarkt reagieren zu können.»

Trotz des Wechsels sei man mit der Arbeit von Publicitas nicht unzufrieden gewesen. «Im Gegenteil. Wir haben jahrelang mit unserer Partnerin Publicitas gut und erfolgreich auf exklusiver Basis zusammengearbeitet und sind überzeugt, dies auch auf nicht-exklusiver Basis in Zukunft zu tun», so Pressesprecherin Bettina Schibli.

Mit einer Umsatzsteigerung bei der Vermarktung rechnet die NZZ auch ab 2015 nicht. «Aufgrund der derzeitigen Werbemarktentwicklung im Printgeschäft machen wir keine Prognosen», so Schibli.

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