Die NZZ-Gruppe hat 2002 einen Verlust von 50 Mio. Franken erlitten. Im Vorjahr hatte der Medienkonzern noch einen Gewinn von 1,34 Mio. Franken ausgewiesen. Der Umsatz ging im Berichtsjahr um 6,2% zurück auf 481,5 Mio. Franken, teilte die NZZ-Gruppe am Freitag mit. Hauptgrund für das schlechte Ergebnis sei ein massiver Einbruch beim Anzeigenverkauf, die ungünstige Entwicklung an den Finanzmärkten und Projektkosten, vor allem für die Lancierung der «NZZ am Sonntag» im März 2002. Die Konkurrenz zu «SonntagsBlick» (Ringier) und «SonntagsZeitung» (Tamedia) sei angesichts des harschen Gegenwindes im Mediensektor erfreulich gut gestartet, heisst es im Communiqué. Die Anlaufkosten hätten das Gesamtergebnis mit 16 Mio. Franken erheblich weniger stark belastet als ursprünglich geplant.
Insgesamt resultierte ein Betriebsverlust von 30 Mio. Franken und ein negatives Finanzergebnis von 20 Mio. Franken. Einen Cash Drain erlitten die Neue Zürcher Zeitung AG (-6,1 Mio. Franken) und die Berner «Bund»-Gruppe (-6,7 Mio. Franken). Weiterhin einen Cash Flow verzeichneten dagegen die Teilbereiche «St. Gallen» (10,7 Mio. Franken) und «Buchs» (1,1 Mio. Franken) sowie der Geschäftsdruck (8,8 Mio. Franken).
Freitag
11.04.2003