Trotz eines Verlustes von 50 Mio. Franken im abgelaufenen Jahr will die NZZ-Gruppe laut Chefredaktor Hugo Bütler keine dramatischen Sparmassnahmen einleiten. Insbesondere dementierte er am Freitag gegenüber dem Klein Report energisch Branchengerüchte, wonach die erst vor Jahresfrist gestartete «NZZ am Sonntag» zur Disposition stehe. «Da stehe ich voll dahinter, und die NZZ ist kein Unternehmen, das so etwas schnell lanciert und beim ersten widrigen Wind gleich wieder schliesst», sagte er wörtlich.
Neuerungen kündigte Bütler hingegen auf zwei Gebieten an: Sowohl beim Online-Inseratemarktplatz Swissclick als auch bei der Beteiligung am Berner «Bund» stünden Änderungen bevor. «Bei Swissclick streben wir eine Umwandlung in eine Serviceplattform an», sagte er. An Swissclick sind neben der NZZ-Gruppe die Basler Medien Gruppe, Edipresse Publications, die «Neue Luzerner Zeitung» und Publicitas zu gleichen Teilen beteiligt. Die Tamedia war kurz vor dem Start im Jahr 2000 ausgestiegen und hatte stattdessen ihre «Winner»-Plattform lanciert.
Bezüglich «Bund» sprach Bütler von «einer neuen Kooperationslösung», die gesucht werde, nachdem der Konkurrent «Berner Zeitung» dem NZZ-Partner verschiedene Zeitungen vor der Nase weggeschnappt hatte. Ohne Details bekannt zu geben, sagte Bütler, es stünden «mehrere Varianten offen», die zur Zeit geprüft würden. Mehr dazu: NZZ-Gruppe machte letztes Jahr 50 Mio. Franken Verlust
Samstag
12.04.2003