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Mittwoch
16.10.2013

IT / Telekom / Druck

Der US-Geheimdienst NSA sammelt weltweit Hunderte Millionen Kontaktlisten von persönlichen E-Mail- und Sofortnachrichtendiensten.  Dies berichtet die «Washington Post» am Dienstag auf Grundlage von geheimen Dokumenten, die sie vom ehemaligen NSA-Angestellten Edward Snowden erhalten hat.

Die Beobachtungen des Geheimdienstes zielen nicht auf individuelle Nutzer, sondern auf die Sammlung von grossen Datenmengen ab. Die «Washington Post» berichtet, dass die NSA an einem Tag 689 237 E-Mail-Adressbücher von Yahoo, Hotmail, Facebook, Gmail und anderen Providern gesammelt hat. Dies wird in einer PowerPoint-Präsentation des Geheimdienstes als typisches Tagesergebnis präsentiert.

Zwei Agenten sagten gegenüber der Zeitung, dass die Datensammlung zwar nicht in den USA durchgeführt würde, dass sie aber trotzdem die Kontakte vieler US-Bürger betreffe. Eine Zahl nannten sie gegenüber der Zeitung nicht, bestritten aber nicht, dass es sich um Millionen oder mehr handeln könnte.

Ein Sprecher der Direktion der nationalen Nachrichtendienste betonte gegenüber den Medien, dass es der NSA um die Überwachung von Terroristen, Menschen- und Drogenschmugglern gehe und nicht darum, persönliche Informationen von normalen Amerikanern zu sammeln.