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Donnerstag
10.04.2003

Der finnische Telekom-Ausrüster Nokia streicht weitere 1800 Stellen in seiner Netzwerksparte. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Helsinki mitteilte, sollen damit Kosten gesenkt und die Rentabilität des Netzwerk-Bereichs gesteigert werden. 1100 Arbeitsplätze würden damit in Finnland wegfallen, der Rest im Ausland. Die Verkäufe von Nokia Networks sind wegen der Verzögerungen beim Aufbau des neuen UMTS-Mobilfunks stark eingebrochen.

Mitte März hatte Nokia angekündigt, dass der Unternehmenszweig einen bedeutenden Betriebsverlust im ersten Quartal einfahren werde. Nokia hatte schon vor zwei Monaten die Streichung von weiteren 550 Stellen im Netzwerkgeschäft angekündigt. Im vergangenen Jahr waren bereits rund zehn Prozent der einst 18 000 Stellen abgebaut worden. «So weit wir sehen können, ist das genug», sagte ein Nokia-Sprecher zu dem jüngsten Jobabbau. «Wir planen unter den jetzigen Bedingungen keine weiteren Absenkungen der Mitarbeiterzahl.» Am Ende der jetzt angekündigten Streichrunde werde die Netzwerksparte noch rund 15 000 Mitarbeitende haben und damit rund ein Viertel der 60 000 Beschäftigte zählenden Gesamtbelegschaft ausmachen. Mehr zum Thema im Archiv