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Freitag
25.04.2003

Der Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten (SVJ) begrüsst den Entscheid des Verbands Schweizer Presse zur Neuaushandlung des GAV. Wichtig sei, dass die Verleger weiterhin an einer sozialpartnerschaftlichen Regelung interessiert seien. Der SVJ wertet das Verhandlungsmandat des Verlegerverbandes als «konstruktiven Ansatz». Er wolle aber die Arbeitgeber beim Wort nehmen, sie seien «weiterhin an einer fairen, zeitgemässen und sozialpartnerschaftlichen Regelung interessiert». Aufhorchen lässt die Medienschaffenden aber die Aussage der Verleger, der GAV sei «in Geist, Form und Inhalt nicht mehr zeitgemäss». Diese Aussage müsse noch genauer erläutert werden. Anlass zu grosser Sorge geben dem SVJ die Situation der Freien, der steigende Arbeitsdruck in den Redaktionen, die «zunehmend unzimperlichen Umgangsformen von Vorgesetzten in Krisensituationen» und die immer intensivere Nutzung der Urheberrechte.

Der Verband Schweizer Presse hatte am Donnerstag eine Delegation unter dem designierten Präsidenten Hanspeter Lebrument (Chur) mit Neuverhandlungen über den GAV beauftragt. Das Verhandlungsmandat ist bis Ende Jahr befristet, danach kann der GAV gekündigt werden. Die Mediengewerkschaft Comedia hat bereits am Donnerstag Stellung genommen. Sie befürchtet eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Schweizer Medienschaffenden. Sie will auf keinen Fall einer Aufweichung des GAV Hand bieten. Mehr dazu: Schweizer Verleger wollen neuen GAV