Die drei Verbände der Medienschaffenden in der Schweiz, SSM, Comedia und SVJ, verurteilen den Beschuss des Journalisten-Hotels Palestine in Bagdad, bei dem zwei Journalisten ums Leben gekommen waren, schärfstens. Das Kriegsgeschehen dürfe nicht unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit ablaufen, schreiben sie am Mittwoch in einem gemeinsamen Communiqué. Sie verurteilen jede Behinderung der Medienarbeit und jede Repression und Aggression gegenüber Medienschaffenden, egal durch welche Kriegspartei diese ausgeübt werde.
Die in der Menschenrechtskonvention garantierte Medienfreiheit müsse von kriegführenden Parteien strikt beachtet werden, und die Arbeit der Medienschaffenden gerade unter Kriegsbedingungen sei daher absolut zu respektieren. Die Medienfreiheit - auch in Kriegsgebieten - sei ein Grundpfeiler einer transparenten, demokratischen Gesellschaftsordnung. Die gezielte kriegerische Handlung gegenüber Medienschaffenden betrachten die Mediengewerkschaften als Kriegsverbrechen und verlangen deshalb, diese Taten vor einem Kriegstribunal zu untersuchen. Sie unterstützen entsprechende Initiativen der internationalen Journalisten-Verbände.
Mittwoch
09.04.2003