Vor wenigen Tagen ist der Deutsche Welle-Korrespondent Alican Uludağ in der Türkei in Untersuchungshaft gesetzt worden.
Die Inhaftierung des Journalisten wurde begründet mit einem «starken Verdacht», den türkischen Präsidenten Erdogan zu beleidigen. Es bestehe die Gefahr einer «fortgesetzten Begehung der Straftat» und «Behinderung des Beweisverfahrens».
Die Vorwürfe beziehen sich auf einen X-Post, den Uludağ vor etwa anderthalb Jahren gemacht hat. Darin kritisierte er Massnahmen der türkischen Regierung, die zur Freilassung möglicher ISIS-Terroristen führten.
Der Deutsche Journalisten-Verband forderte am Montag Bundesaussenminister Johann Wadephul auf, den türkischen Botschafter einzubestellen.
«Das ist pure Schikane gegen einen kritischen und unabhängigen Journalisten, der seinen Beruf ernst nimmt und sich nicht mundtot machen lässt», liess der Verband verlauten.



