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Mittwoch
26.06.2013

Auf dem Schweizer Medienmarkt wurden im vergangenen Jahr 14 Milliarden Franken umgesetzt. Sowohl die Konsumenten als auch die Werbeauftraggeber haben gemäss der Studie Medienbudget des Verbands Schweizer Medien weniger ausgegeben als noch im Vorjahr. Die Konsumenten (Ausgaben 11,1 Mia. Franken; -1,9 Prozent) seien dabei in ihrem Ausgabenverhalten «deutlich weniger sprunghaft» gewesen als die Werbeauftraggeber, deren Budget um 7,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Franken sank.

Die gedruckte Presse erzielte einen Umsatz von 1,6 Mia. Franken (-3,5%), die Presseabonnemente konnten ihre Stellung mit 1,1 Mia. Franken knapp halten und die Kioskverkäufe litten mit einem Umsatz von 478 Mio. Franken (-9%) am deutlichsten. Dies ist gemäss der Studie auf die Zunahme des Medienkonsums über mobile Medien zurückzuführen. Im Bereich IT und Telecom wurden dagegen erstmals mehr als 4 Mia. Franken ausgegeben. Das bedeutet ein Plus von 0,7 Prozent.

Ein Privathaushalt gab 2012 durchschnittlich 3093 Franken für den Medienkonsum aus. Für klassische Medien wie Presseabonnemente, Fernsehen und Bücher wurde etwa gleich viel wie im Vorjahr ausgegeben, für Radio und Kino stand ein leicht höheres Budget zur Verfügung.

Der Umbruch in der Medienbranche sei epochal, die Überlebensfähigkeit der Printmedien aber nicht gefährdet, teilte der Verband Schweizer Medien mit. Handlungsbedarf bestehe vor allem in der Vermarktung und der Schaffung neuer Geschäftsmodelle. Zum ersten Mal sei mit 51 Prozent eine Mehrheit der Befragten überzeugt gewesen, dass professioneller Journalismus über Verkauf und Werbung nicht mehr finanziert werden könne.