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Donnerstag
04.07.2013

Kim Schmitz (39), auch Kim Dotcom gerufen, Gründer der mittlerweile geschlossenen Datentauschplattform Megaupload, hatte am Mittwoch einen Termin vor dem Geheimdienstausschuss des Parlaments in Wellington.

Der neuseeländische Geheimdienst GCSB hatte den deutschen Internetunternehmer und Hacker vor seiner Festnahme im Januar 2012 in Neuseeland bespitzelt, es wurden Telefonate und E-Mails mitgehört und mitgelesen. Das war illegal, da Schmitz eine Aufenthaltsgenehmigung in Neuseeland hat, nebst einer deutschen und finnischen Staatsbürgerschaft.

Nun will die neuseeländische Regierung die Befugnisse des Geheimdienstes ausweiten, dementsprechend müssten Gesetze geändert werden. Kim Schmitz geriet bei der Anhörung mehrmals fast mit Premierminister John Key aneinander, der die Sitzung leitete.

Schmitz ist gegen Kaution auf freiem Fuss. Der Hacker wehrt sich gegen eine Auslieferung in die USA, da er dort wegen massiver Urheberrechtsverletzungen angeklagt ist.