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Dienstag
24.03.2026

Medien / Publizistik

Mehr Lohn für dpa-Angestellte... (Verdi/zVg)

Mehr Lohn für dpa-Angestellte... (Verdi/zVg)

Wo steht man in den Verhandlungen nach dem Warnstreik der dpa-Beschäftigten der Deutschen Presse Agentur (dpa) vom vergangenen Freitag.

Der Klein Report wollte vom Leiter der Konzernkommunikation wissen, was bisher das Fazit der Nachrichtenagentur ist. «Bis auf einige wenige Einschränkungen und Verzögerungen hat die dpa alle wichtigen Themen der Berichterstattung abdecken können», sagte Jens Petersen.

800 Angellte wurden zum Streik aufgerufen. Bestreikt wurde die dpa, ihre Landesbüros, der Berliner Newsroom und die dortigen Tochtergesellschaften wie Infocom. Ziel des Warnstreiks vom 20. März war unter anderem, Bewegung in die ins ins Stocken geratene Tarifverhandlung zu bringen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Erhöhung der Gehälter um einen monatlichen Festbetrag von 250 Euro für 2026 und für 2027 eine Erhöhung um 2,5 Prozent mit einer Laufzeit von 18 Monaten, wie sie im Vorfeld ankündigte.

Das letzte Angebot der dpa-Geschäftsführung aus der zweiten Verhandlungsrunde sehe für das laufende Jahr eine prozentuale Erhöhung um 2,3 Prozent vor - oder alternativ eine Erhöhung der Gehälter einheitlich um einen Festbetrag von 110 Euro und für das Jahr 2027 eine Erhöhung um 2,5 Prozent. Bis zur letzten Verhandlungsrunde am 17. März habe der Nachrichtenkonzern «keine weitergehenden Angebote an die Beschäftigten der Nachrichtenagentur gemacht», so Verdi zur Situation.

In der Schweiz bezieht Keystone-SDA nach eigenen Angaben «im deutschsprachigen Dienst im Durchschnitt rund einen Drittel» von der dpa, wie CEO Hanspeter Kellermüller gegenüber dem Klein Report in einem Interview im Februar sagte. Die dpa-Meldungen würden jeweils durch die Fachredaktionen ’eingeschweizert’ und dem Schweizer Leserbedürfnis angepasst.

Inwieweit die Schweiz von den Ausfällen betroffen war, konnte Jens Peterson nichts sagen: «Dazu können wir nichts sagen, da hier die Geschäftstätigkeit von Keystone-sda betroffen ist.»

Oder gab es Ausweichszenarien? «Dazu können wir nichts sagen, da hier die Geschäftstätigkeit von Keystone-sda betroffen ist», so der Kommunikationsleiter am Montag stakkatorartig gegenüber dem Klein Report.

Und was erwartet die dpa von der fünfte Tarifverhandlungsrunde am 27. März 2026 in Berlin? «Die Geschäftsführung hofft, zu einem Tarifabschluss zu gelangen, der den wirtschaftlichen Möglichkeiten der dpa entspricht. Gleichzeitig müssen sich darin auch die Entwicklungen am Markt und in der Branche widerspiegeln», erklärte Jens Petersen abschliessend.