Vodafone hat im Bieterstreit um Kabel Deutschland die Nase vorn. Am Montag gab der deutsche Kabelnetzanbieter bekannt, dass er das Angebot von Vodafone begrüsst. Vorstand und Aufsichtsrat sähen in einer künftigen Kombination mit Vodafone «vielversprechende langfristige Perspektiven für die Unternehmen, ihre Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre», teilte Kabel Deutschland mit.
Als Übernahmepreis legte Kabel Deutschland 87 Euro pro Aktie fest. Die Transaktion solle durch ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot in Höhe von 84.50 Euro je Aktie in bar zuzüglich der Zahlung der von Kabel Deutschland vorgesehenen Dividende für das Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von 2.50 Euro je Aktie umgesetzt werden.
Den Eigenkapitalwert gibt der Kabelanbieter mit 7,7 Milliarden Euro an, der gesamte Unternehmenswert betrage auf Basis des angekündigten Angebots rund 10,7 Milliarden Euro. Kabel Deutschland soll innerhalb der Vodafone Gruppe als separate Gesellschaft mit ihrer Unternehmenszentrale in Unterföhring erhalten bleiben. Eine Grundsatzvereinbarung über die Zusammenführung der Unternehmen sei bereits von den zuständigen Gremien gebilligt worden.