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Sonntag
13.04.2003

Mit seinem Wunsch, das Jugendprogramm Virus von Schweizer Radio DRS per UKW zu verbreiten, ist Radiodirektor Walter Rüegg auf entschiedenen Widerstand der Branche gestossen. «Auf derart weltfremde Forderungen reagieren wir nicht», sagte Günter Heuberger am Sonntag zum Klein Report. Der Präsident des Schweizer Privatradio-Verbandes betonte, ein solcher Schritt komme «überhaupt nicht in Frage, denn die haben ja schon 80% der UKW-Frequenzen». Die Forderung sei «chancenlos» - eher gehe es darum, die Zahl der heute von der Schweizerischen Radio- und Fernseh-Gesellschaft (SRG) benutzten Frequenzen zu reduzieren.

Gleichzeitig wandte sich Heuberger gegen die ebenfalls vergangene Woche auch von der Radio- und Fernsehgenossenschaft Bern, Deutschfreiburg, Oberwallis (RGB) erhobene Forderung, der SRG die Möglichkeit zu geben, neben den Regionaljournalen weitere regionale Fernseh- und Radioprogramme auszustrahlen. «Forderungen von regionalen Trägergesellschaften kommentiere ich nicht», sagte er dazu.

Hingegen wandte sich Giuseppe Scaglione von Radio 105 am Wochenende mit einem Communiqué gegen diesen Anspruch. Die Offenheit, mit der die SRG ihr Monopol ausweiten wolle, sei «erschreckend», polterte der junge Radiopionier. Die SRG dokumentiere, dass ihr «eine zeitgemässe, liberale Vorstellung über den Radiobereich und seine Entwicklung in der Schweiz vollkommen fehlt».