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Montag
14.04.2003

Internet-Foren für Lebensmüde geraten immer wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Jüngstes Beispiel: die Fälle von Japan. Am Wochenende fand die japanische Polizei die Leichen zweier Männer und einer Frau, die gemeinsam Selbstmord verübt hatten. Seit Mitte Februar sollen sich in dem fernöstlichen Land bereits zwölf Menschen über das Web zu Selbstmordtreffen verabredet haben, wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» in der Online-Ausgabe vom Montag schrieb. Viele Betroffene hielten diese Treffen für eine Überlebenshilfe, weil sie Gelegenheit zum freien Austausch bieten. Allzu oft aber scheinen sie zu Kontaktbörsen für Menschen zu werden, die nicht allein in den Tod gehen wollen. Der aktuelle Fall in Japan ist der vierte seiner Art ? und immer sind es Dreiergruppen, die sich gemeinsam das Leben nehmen.