Warren Buffett sorgt im Alter von 95 Jahren mit einem Investment noch einmal für Schlagzeilen.
Kurz nach seinem Rücktritt als CEO von Berkshire Hathaway meldete das Unternehmen den Einstieg bei der Renommierzeitung «New York Times» (NYT) im Umfang von 351,7 Millionen US-Dollar.
Diese Meldung löste umgehend markante Reaktionen in den Medien und an den Märkten aus: Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel deutlich an, nachdem Berkshire 5,07 Millionen NYT-Aktien erworben hatte.
Medienstimmen betonen den überraschenden Zeitpunkt der Investition: Nach dem Verkauf sämtlicher Zeitungsbeteiligungen im Jahr 2020 und Buffetts damaliger Einschätzung, der Zeitungssektor sei «am Ende», wertet die Agentur ap den Schritt als Retourkutsche an sein früheres Urteil. Europäische Medien sehen darin ein Comeback in den Mediensektor, der lange als schwieriges Investment galt und nun gerade wegen starker Digital- und Abo-Geschäfte wieder attraktiver erscheine.
Das Investment fiel zeitgleich mit weiteren Portfolio-Umbauten: Berkshire reduzierte seine Amazon-Position um über 75 Prozent und strich leicht Apple- sowie Bank-of-America-Beteiligungen.
Für viele Beobachter gilt der NYT-Einstieg als symbolisches Schlusswort einer langen Karriere Buffetts – eines Investors, der oft gegen den Mainstream investierte und nun ausgerechnet einem Traditionshaus des Journalismus neues Kapital zuführt.




