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Dienstag
02.03.2004

Der illegale Medikamentenhandel im Internet nimmt laut einer UNO-Studie alarmierende Ausmasse an. Zunehmend würden verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept über Internetapotheken vertrieben. Dies erklärte die UNO-Drogenkontrollbehörde INCB (Internationaler Suchtstoffkontrollrat) in ihrem in Berlin vorgestellten Jahresbericht. Zur Eindämmung des Medikamentenhandels im Internet müssten die Regierungen weltweit den Handel mit den «kontrollierten Drogen» durch einheitliche Rechtsvorschriften regeln, forderte die INCB. Auf ihren Seiten im Internet verharmlosten die illegal betriebenen Apotheken Medikamente, die süchtig machen können; so zum Beispiel das amphetaminartige Aufputschmittel Ritalin.

Vor allem Menschen, die aus Bequemlichkeit und Sparsamkeit Medikamente über das Internet bestellten, liefen Gefahr, von diesen Arzneien abhängig zu werden. Die im Internet bestellten Arzneimittel werden der Studie zufolge nicht nur innerhalb eines Landes, sondern auch ins Ausland verschickt.