Die Huber+Suhner-Gruppe baut ab November am Schweizer Hauptsitz in Pfäffikon etwa 450 der insgesamt 2500 Arbeitsplätze ab. Im Werk Herisau, in dem seit 1. September Kurzarbeit geleistet wird, ist im Bereich Nachrichtentechnik ein Abbau von 260 Stellen geplant. Im Zweigwerk Kollbrunn sind es weitere 40, meldet Huber+Suhner am Montag. Der Hersteller von Komponenten und Systemen für die Nachrichtenübermittlung sowie die Energie- und Signalübertragung kündigt an, in den zentralen Diensten der Firma sowie im Bereich Polymer-Systeme in Pfäffikon zusammen 150 Stellen zu streichen. Der Abbau soll durch die Ausnutzung der natürlichen Fluktuation und durch Entlassungen sowie vorzeitige Pensionierungen erfolgen. Der Bereich Nachrichtentechnik leide unter der geringen Investitionstätigkeit von Telekom-Firmen. Die Polymer-Sparte habe zunehmend den weltweiten Konjukturabschwung zu spüren bekommen. Das Unternehmen rechnet für das ganze Jahr mit einem Umsatzrückgang auf etwa 700 Mio. Franken. Aufgrund der schwachen Nachfrage im In- und Ausland sollen weltweit über tausend Stellen abgebaut werden. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung bedauerten die einschneidenden Massnahmen, heisst es in einer Mitteilung. Die Huber+Suhner-Gruppe hat im Jahr 2000 mit etwa 4200 Beschäftigten weltweit einen Umsatz von 908 Mio. Franken erzielt.
Montag
12.11.2001